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students@Evonik-Blog: Miriam in den USA - Teil 2
Als duale Studentin bei Evonik hatte Miriam die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum in den USA zu absolvieren. In unserem students@Evonik-Blog berichtet sie über ihre Erlebnisse und Erfahrungen.
Als duale Studentin bei Evonik hatte Miriam die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum in den USA zu absolvieren. In unserem students@Evonik-Blog berichtet sie über ihre Erlebnisse und Erfahrungen.

#2 - Von Pfirsichen, Klimaanlagen und anderen typisch-amerikanischen Dingen

Wusstet ihr schon, dass Fußgängerampeln in den USA auf weiß anstatt grün schalten? Und habt ihr gewusst, dass man Georgia auch den „Peach State“ (dt. Pfirsich-Staat) nennt und deswegen alles Mögliche über Vereine bis hin zu Restaurants dort das Wort „peach“ im Namen trägt? All das sind nur kleine Beispiele, die zu einem großen Ganzen beitragen: Zur Kultur. In diesem Blogeintrag möchte ich euch von den Kulturunterschieden berichten, denen ich während meiner Praxisphase bei Evonik in Georgia begegnet bin.

Immer wenn ich auf Reisen bin, sammle ich kulturelle Besonderheiten des jeweiligen Landes in einer Liste. In Kennesaw habe ich diese Gewohnheit fortgeführt und war überrascht, wie viele Unterschiede sich letztendlich auf meiner Liste angesammelt hatten!

Eines der ersten Dinge, die mir aufgefallen sind, war die Liebe der Bewohner Georgias zu ihren Pfirsichen. Beispielsweise wurde ich Mitglied einer Laufgruppe namens „Big Peach Running“, deren Logo - was auch sonst - ein riesiger Pfirsich mit Laufschuhen ist. Gleichzeitig sind sehr viele Straßennamen an die Frucht angelehnt. Das macht es manchmal echt schwierig, zum richtigen Ort zu gelangen, wenn man versucht sich zwischen Peach Road, Peachtree Road, Peachtree Boulevard und ähnlichen Namen zurechtzufinden. Außerdem findet man in Georgia wirklich überall Abbildungen von Pfirsichen, sogar auf den Nummernschildern der Autos!

Ein weiterer, ziemlich offensichtlicher Aspekt ist die weit verbreitete Nutzung von Klimaanlagen in den USA: Am Anfang meines Aufenthalts war es für mich üblich, mir beim Betreten eines Gebäudes meine Jacke anzuziehen und diese dann beim Rausgehen wieder ausziehen. Es hat einige Wochen gedauert, bis ich mich an die Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen gewöhnt hatte, aber dennoch habe ich die amerikanischen Klimaanlagen schlussendlich sogar vermisst, als ich in ein sehr heißes und nicht klimatisiertes Deutschland zurückkehrte!

Als weiteren großen Unterschied zwischen Europa und den USA fiel mir das Empfinden der Leute für Entfernungen auf. Zuhause käme ich nie auf die Idee, fast eine komplette Stunde zu fahren, um einen Sportkurs zu besuchen oder mich mit Freunden auf einen Kaffee zu treffen. Ebenfalls hätte ich nicht erwartet, dass ich an einem normalen Wochenende rund 5 Stunden einfach für einen Kurztrip mit dem Auto zur Küste fahren würde, doch in den USA scheint dies ganz alltäglich zu sein. So wurde ich Teil eines Volleyballteams, das etwa eine Stunde von Kennesaw entfernt trainiert hat, und habe einen Wochenend-Trip nach Savannah unternommen. Savannah ist eine von Amerikas so genannten „Geisterstädten“ und hat eine wunderschöne Altstadt sowie einige spannende Geistergeschichten rund um die historischen Gebäude zu bieten. Auch wenn mir die fast fünfstündige Fahrt dorthin ziemlich lang vorkam, bin ich dennoch froh den Ausflug gemacht zu haben.

Ich lernte die amerikanische Kultur aber auch aus einer persönlicheren Perspektive kennen. Am meisten begeisterte mich die offene Art der Kommunikation. Besonders bei der Arbeit bei Evonik genoss ich die direkte und eher ungezwungene Art und Weise, wie Kollegen miteinander sprachen, ohne dabei den Respekt voreinander zu verlieren. So wurde ein sehr angenehmes Arbeitsumfeld geschaffen. Meine Beiträge in Meetings und Diskussionen wurden immer geschätzt, was mir das Gefühl gab, die Abteilung dort trotz der vielen für mich neuen Themen unterstützen zu können. Auch mochte ich die amerikanische Gewohnheit des “Casual Friday”: Jeden Freitag würde sich die komplette Abteilung weniger formell kleiden, um sich gemeinsam auf das nahende Wochenende einzustimmen. All diese kleinen Aspekte haben mein Praktikum in Kennesaw umso interessanter gemacht - und das auf eine positive Weise!

Kulturelle Unterschiede können auf verschiedenste Weisen das private und berufliche Umfeld beeinflussen, und manchmal kann es bei einer internationalen Begegnung auch zu Missverständnissen oder Konflikten kommen. Kulturelle Kompetenz ist für mich daher nicht der Versuch, diese zu vermeiden, sondern vielmehr die Fähigkeit, richtig damit umzugehen. Ich freue mich sehr, dass ich während meiner Zeit in den USA die Möglichkeit bekam, diese besondere Fähigkeit zu erlernen!

Bis bald,
Eure Miriam

Im students@Evonik-Blog berichten Studenten, die bei Evonik arbeiten, über ihre Erfahrungen aus dem Arbeitsleben im Unternehmen.

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